By Brigitte Geißel

Die Politisierung von Frauen ist nach wie vor weitgehend eine 'black box'. In dieser Studie wird untersucht, used to be Frauen zum Einstieg in Parteien und Parlamente bewegt und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit sie partizipieren (können). Circa zwei Prozent der weiblichen Wahlberechtigten nennen ein Parteibuch ihr eigen. Wenige dieser Frauen werden parteipolitisch aktiv und nur vereinzelte kandidieren für (kommunale) Mandate. Entgegen der üblichen Suche nach den Gründen für die Unterrepräsentanz von Frauen ist in dieser Studie ihr Engagement in Parteien und Parlamenten von Interesse. Im Mittelpunkt stehen Politisierungsprozesse von Frauen auf kommunaler Ebene. Denn dort beginnen in der Regel politische Karrieren. Obwohl die Frage nach den Wegen von Frauen in die Politik demokratietheoretisch und frauenpolitisch zentral ist, gibt es kaum einschlägige empirische Studien. Die Politisierungsprozesse und Partizipationsverläufe von weiblichen Parteimitgliedern liegen noch vielfach im Dunkeln. Diese Forschungslücke schließt die vorliegende Studie. Sie verfolgt darüber hinaus das Ziel, praxisbezogene Reformvorschläge zur paritätischen Partizipation der Geschlechter zu entwickeln.

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Hinsichtlich des Berufs existieren ebenfalls Übereinstimmungen zwischen Politiknähe und sozialem Status. Die bereits vorgestellten Kriterien eines politiknahen Berufs, die ein hohes Man an "Selbstbestimmung im beruflichen AutoritätsgeflUle"beinhalten (Herzog 1975, S. 223) werden in Berufen, die nach den gängigen Kriterien den unteren Schichten zugeordnet werden, kaum zu finden sein. Politiknahe Berufe, die diese Kriterien erfiillen, sind in der Regel an Berufe mit hohem Sozialprestige und relativ gutem Einkommen sowie an ein hohes Bildungsniveau geknüpft.

Rebenstorf 1993, S. 173) 79 Vieles weist darauf hin, daB jene Personen ,,innerparteilich privilegiert [werden], die von ihrem gesellschaftlichen Status und ihrer schichtenspezifischen Vorsozialisation her über entsprechendes Startkapital an politischen ,skilIs' ... verfllgen" (Wiesendahl 1996, S. 41; Rebenstorf 1993, S. 141; NorrislLovenduski 1995, S. 106). ). Vgl. zu den vielfachen Verästelungen in den Debatten wn Schichten, Klassen usw. BergerNester 1998; Kreckel 1998; Geilller 1996b. 49 Die Schichtzuordnung wird dabei ZUID einen mit Hilfe der gängigen schichtspezifischen Indikatoren Beruf (Einkommen, sozialer Status) und formelle Bildung ermittelt (vgl.

Doch was ist unter Vorsozialisation zu verstehen? Bisher habe ich mit dem Begriff Vorsozialisation zwar gearbeitet, ihn aber noch nicht erläutert. Unter Vorsozialisation sind, bezugnehrnend auf die "Theorie der feinen Unterschiede" des französischen Soziologen Bourdieu, einverleibte Deutungs-, Wahrnehrnungs- wie Handlungsweisen und die anerkannte Zugehörigkeit zu relevanten Gruppen zu verstehen, die in den Herkunftsfamilien, in den Bildungsinstitutionen und im Beruf erworben werden. Ungleiche soziale Lebenschancen existieren nach der "Theorie der feinen Unterschiede" nicht nur aufgrund ungleichen ökonomischen Kapitals, also der materiellen Ressourcen, sondem auch aufgrund von sozialem und kulturellem Kapital.

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